Unterstadt 1 • 35423 Lich
 Telefon: +49 6404 806-0
 Telefax: +49 6404 806-224
info@lich.de
Home
Logo Stadt Lich

Kulturzentrum Bezalel-Synagoge

StandortBildergalerie

Seit dem 29. Januar 2006 ist das neue Kulturzentrum Bezalel Synagoge in Lich eröffnet.

Es befindet sich in der Amtsgerichtsstraße 4, Eigentümer ist die Stadt Lich.

Weitere Informationen


Seit dem 29. Januar 2006 ist das neue Kulturzentrum Bezalel-Synagoge in Lich eröffnet. Es befindet sich in der Amtsgerichtsstraße 4, Eigentümer ist die Stadt Lich.

Nach jahrelangem politischen Tauziehen konnte das Haus aufwändig restauriert werden. Im Kulturzentrum sind die Musikschule Lich e.V. sowie die Ernst Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich ansässig. Das Büro der Stiftung ist telefonisch unter 06404-664402 erreichbar.

Auch künstLich e.V. bietet in dem bemerkenswerten Veranstaltungssaal, eingebunden in das lokale Netzwerk Kulturwerkstatt Lich, eine Reihe von Veranstaltungen an. Geplant ist die Etablierung einer 'Weltmusik'-Konzertreihe, soweit hierfür eine Finanzierung sicher gestellt werden kann.

Das Gebäude war ab 1922 die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Lich. Während des Pogroms im November 1938 wurde der Sakralraum von Licher Bürgern aufgebrochen und seine Einrichtungsgegenstände zerstört. Nachdem die Stadt Lich die Immobilie 1940 erworben hatte, diente sie wechselnden Benutzungen; auch den Licher Nazis war sie Anlaufstelle für ihre NSKK-Treffen.

Als die Stiftung 1995 ins Leben gerufen wurde, war es ein wichtiges Anliegen des Stifters Ernst-Ludwig Chambré, dieses Gebäude wieder in einen würdigen Zustand zu bringen. Dem fühlte sich die Stiftung verpflichtet, begann Verhandlungen mit der Stadt Lich, initiierte ein Sponsoring und warb auf diese Weise 435.000 € ein. Die Stadt Lich ergänzte diese Summe um ca. 200.000 €. Mit dieser Summe wurde das Gebäude restauriert und als Ort für kulturelle Veranstaltungen angeboten.

Die Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung unterhält in diesem Gebäude ein Büro mit regelmäßigen Öffnungszeiten. Die Präsenzbibliothek mit Mediothek und Internetanschluss wird zurzeit eingerichtet. Sie kann danach von einer interessierten Öffentlichkeit genutzt werden.


Eine jüdische Gemeinde gibt es in Lich nicht mehr. Danach kann es, wie Moritz Neumann es bei der Eröffnung ausdrückte, als zweitbeste Lösung gesehen werden, daß das Haus nun als Kulturzentrum ein Ort der Erinnerung und Begegnung ist.

Der wunderschöne Veranstaltungssaal faßt bestuhlt etwa 130 Zuschauer, die Atmosphäre, Akustik und Ausstrahlung des Raumes verleiht vor allem kammermusikalisch angelegten Konzerten einen ganz besonderen Rahmen.

Anderweitige Nutzung, z.B. für Symposien, Tagungen oder Workshops, ist möglich (interessierte Institutionen, Vereine oder Personen fragen im Bürgerbüro der Stadt Lich an).