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Informationen zur Impfung gegen das ansteckende Corona-Virus

Nachdem eine bundesweite Einteilung der zu impfenden Bevölkerungsgruppen festgelegt wurde, stellt sich nun die Frage, wie Bürgerinnen und Bürger von den Impfmodalitäten erfahren. Im Folgenden sollen Ihre wichtigsten Fragen geklärt werden:

Wie werden die prioritären Gruppen erreicht?
Bürgerinnen und Bürger, die zu einer priorisiert zu impfenden Bevölkerungsgruppe zählen, werden – sobald zugelassene Impfstoffe in ausreichender Anzahl verfügbar sind und die Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen – über die Möglichkeit und Terminierung der Impfung zeitnah informiert. Für die Bürger, die zur Gruppe mit der höchsten Priorität zählen, ist eine Anmeldung ab dem 12. Januar möglich. Immobile Bürgerinnen und Bürger – beispielsweise Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen – sollen über mobile Teams erreicht werden.

Wann und wie erhalten Personen, die zu einer prioritären Gruppe gehören und nicht in Alten- und Pflegeheimen leben oder Teil des besonders vulnerablen Krankenhauspersonals in Kliniken sind, eine Impfung?
Erste Impfzentren öffnen am 19. Januar - Anmeldung ab 12. Januar für über 80-Jährige möglich Verbunden mit der Ankündigung des Bundes, dass ab 18. Januar wöchentlich weitere Impfstofflieferungen folgen, öffnen in Hessen ab dem 19. Januar 2021 die ersten sechs Regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Ab dem 12. Januar 2021 können sich Personen aus der ersten Priorisierungsgruppe für ihren persönlichen Impftermin anmelden (bitte beachten Sie unsere Hinweise zu den Priorisierungsgruppen weiter unten). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Frauen und Männer, die 80 Jahre und älter sind. Zwei Wege führen für Angehörige der ersten Gruppe zum persönlichen Impftermin: Telefonische Anmeldung über die Hotline 116 117 oder Onlineanmeldung über die Webseite impfterminservice.de.

Kann man sich für eine Impfung anmelden, bzw. einen Termin vereinbaren?
Personen, die laut Corona-Impfverordnung des Bundes in die höchste Priorität fallen (§ 2 ImpfVO), haben ab der Öffnung der ersten sechs Regional-Impfzentren die Möglichkeit, ihren persönlichen Impftermin zu vereinbaren. Für die Bürger, die zur Gruppe mit der höchsten Priorität zählen, ist eine Anmeldung ab dem 12. Januar möglich. Das Bundesgesundheitsministerium hat gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf Basis des bestehenden Systems der Terminvergabe der Termin-Ansprechpartnerinnen und -Ansprechpartner mit einer bundeseinheitlichen Telefonnummer ein standardisiertes Modul erarbeitet. Die Länder kümmern sich jeweils im Hintergrund der bundesweit einheitlichen Hotline um die konkrete Terminvergabe. Ab dem 12. Januar ist für die Bürger der höchsten Prioritätsstufe auch die Terminvereinbarung über ein Online-Anmelde-Portal möglich, die weiteren Gruppen werden das sukzessive nach Impfstoff-Verfügbarkeit zu späteren Terminen ebenfalls tun können. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Terminvereinbarung auch über ein Online- Anmelde-Portal möglich sein, das vom Bund für ganz Deutschland einheitlich zur Verfügung gestellt wird.

Warum bekomme ich den COVID-19-Impfstoff erstmal nicht bei meinem Hausarzt?
In der ersten Phase werden die Impfungen im Wesentlichen in speziell eingerichteten Impfzentren bzw. durch mobile Teams erfolgen. In der zweiten Phase sollen die Impfungen zu einem großen Teil dezentral in Einrichtungen der Regelversorgung (Arztpraxen) durchgeführt werden. Für diese Phase wird davon ausgegangen, dass ausreichend Impfstoffe für ein Impfangebot an die Gesamtbevölkerung zur Verfügung stehen und ein großer Teil der Impfstoffe unter Standardbedingungen gelagert werden kann.

Kann die Impfung nur am Wohnort oder auch am Arbeitsort erfolgen?
Aus logistischen Gründen ist die Impfung der Bürgerinnen und Bürger in jenem Landkreis/jener kreisfreien Stadt vorgesehen, in der die Bürgerinnen und Bürger wohnhaft sind. In der Anfangsphase, in der absehbar noch nicht ausreichend Impfstoff zur Öffnung aller 28 hessischen Impfzentren zur Verfügung stehen wird, werden zunächst sechs zentrale Impfzentren in Hessen öffnen können. Diese werden in den regionalen Zentren Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sein. Diese sechs der insgesamt 28 Impfzentren übernehmen die Schutzimpfung der höchstpriorisierten Gruppen für die eigene Gebietskörperschaft und die umliegenden Kreise.

Kann ich mich auch in einem anderen Bundesland impfen lassen?
Nein.

Welcher Nachweis muss für eine Impfung vorgelegt werden?
Als Nachweis für die altersbedingte Anspruchsberechtigung gelten laut Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums: der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis, aus dem der Wohnort oder gewöhnliche Aufenthaltsort hervorgeht. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen werden Termine für die Impfung durch die mobilen Teams vereinbart. Menschen mit chronischen Erkrankungen benötigen ein ärztliches Zeugnis zum Nachweis ihrer Erkrankung in den Impfzentren. Kontaktpersonen benötigen eine entsprechende Bestätigung der betreuten Person.

Wird eine Person ohne Impfpass geimpft?
Auch Personen ohne Impfpass werden geimpft - den zu impfenden Personen wird eine Impfbescheinigung in Papierform zur Verfügung gestellt.

Wie sicher ist der Impfstoff?
In Deutschland wird ein Impfstoff grundsätzlich nur zugelassen, wenn er alle drei Phasen des klinischen Studienprogramms erfolgreich bestanden hat und damit hohe Qualitätsstandards erfüllt. Der COVID-19-Impfstoff durchläuft damit laut Auskunft des Paul-Ehrlich-Institutes den gleichen Zulassungsprozess wie jeder andere Impfstoff auch. Demnach wurden durchgeführte Studien mit so vielen Teilnehmern angelegt, dass auch seltene Nebenwirkungen, die beispielsweise bei einem von tausend Menschen vorkommen, erkannt wurden. Der Zulassungsprozess wurde aufgrund der besonderen Bedeutung des Corona-Impfstoffes beschleunigt. Gleichwohl müssen – wie bei allen anderen Impfstoffen – alle Zulassungskriterien erfüllt sein. Die Sicherheit des Corona-Schutzimpfstoffs hat oberste Priorität.

Wer kümmert sich, falls unerwartete Nebenwirkungen/gesundheitliche Probleme auftreten?
Die Menschen, die bereit sind, sich impfen zu lassen, können sich darauf verlassen, dass sie bestmöglich begleitet werden. Wie bei jeder anderen Impfung auch ist zunächst der Hausarzt erster Ansprechpartner, falls im Nachgang einer Impfung gesundheitliche Probleme auftreten sollten. Grundsätzlich sollten in diesem Fall Bürgerinnen und Bürger etwaige Nebenwirkungen auch beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als oberster Bundesbehörde oder dem örtlichen Gesundheitsamt melden.

Wieviel Prozent der Bevölkerung in Deutschland müssten sich impfen lassen, damit ein Gemeinschaftsschutz erreicht wird?
Grundsätzlich sollt jeder, der sich gegen COVID-19 impfen lassen möchte, eine Impfung erhalten. Durch diesen Individualschutz kann sich jeder selbst vor der Krankheit schützen und durch die erfolgte Immunisierung seinen Teil dazu beitragen, dass er selbst das Virus nicht mehr an Menschen und Angehörigen des persönlichen Umfelds weitertragen kann.
Epidemiologische Modelle zeigen, dass grundsätzlich bei einer Immunität von rund 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung die Übertragung von SARS-CoV2 soweit limitiert sein sollte, dass diese Pandemie wirksam und nachhaltig zurückgedrängt werden kann (Gemeinschaftsschutz).
Der Impfschutz beginnt nach derzeitigem Kenntnisstand 7 Tage nach der zweiten Impfung. Demnach sind etwa 95 von 100 geimpften Personen vor einer Erkrankung geschützt. Wie lange dieser Schutz anhält, ist derzeit noch nicht bekannt. Da der Schutz nicht sofort nach der Impfung einsetzt und auch nicht bei allen geimpften Personen im gleichen Umfang vorhanden ist, ist es auch trotz Impfung notwendig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in gegenseitiger Rücksichtnahme schützen, indem Sie die AHA + A + L-Regeln beachten.

Ich war bereits an COVID-19 erkrankt. Werde ich trotzdem geimpft?
Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) lauten, dass erkrankte und genesene Personen nicht geimpft werden müssen. Im Rahmen der Priorisierung ist eine Impfung dennoch möglich.

Schützt die Impfung vor der Übertragung von COVID-19 auf nicht geimpfte Personen?
Die derzeitige Datenlage belegt, dass 7 Tage nach der zweiten Impfung ein hoher Schutz für die geimpfte Person vor einer Erkrankung erreicht wird. Wie hoch der Beitrag der Impfung zum Schutz vor der Übertragung der Krankheit auf nicht geimpfte Personen ist, kann aufgrund der derzeitigen Erkenntnisse nicht abschließend beurteilt werden. Daher gilt es auch, zwischen geimpften und nicht geimpften Personen die AHA + A + L-Regeln einzuhalten.

Muss ich nach der Impfung noch eine Maske tragen? Werde ich von Einschränkungen befreit, wenn ich geimpft bin?
Die bestehenden Empfehlungen (AHA+A+L-Regeln) und Einschränkungen zum Infektionsschutz gelten für alle weiter.

Wer zahlt die Impfung?
Die Impfung ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenfrei und wird vom Staat übernommen.

Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration/Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

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