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Bauen und Wohnen :  Wohnberechtigungsbescheinigungen

Wohnberechtigungsschein (WBS)

Allgemeines:

Wohnungen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden, sind nur für Personen bestimmt, für die diese Wohnungen subventioniert wurden. Für den Bezug einer solchen Wohnung muss der Wohnungssuchende nachweisen, dass er berechtigt ist, eine öffentlich geförderte Wohnung zu beziehen. Dieser Nachweis ist der Wohnberechtigungsschein, kurz WBS. Ein Rechtsanspruch auf Überlassung einer solchen Wohnung entsteht durch die Erteilung des WBS aber nicht.

Der WBS bescheinigt dem Wohnungssuchenden, dass er die gesetzlichen Voraussetzungen für den Bezug einer Wohnung, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde, erfüllt.

Zuständigkeit:

Zuständig für die Ausstellung eines WBS ist jede Gemeinde in Hessen; grundsätzlich die Gemeinde, in der die wohnungssuchende Person ihren Wohnsitz hat. Hat die wohnungssuchende Person ihren Wohnsitz außerhalb Hessens, ist die Gemeinde zuständig, in der die wohnungssuchende Person eine Wohnung beziehen möchte.

WBS, die nur für eine bestimmte Wohnung ausgestellt werden (gezielter WBS), können nur von der Gemeinde erteilt werden, in deren Gebiet diese bestimmte Wohnung liegt.

Voraussetzungen:

Einen WBS erhalten Personen, die sich nicht nur vorübergehend in Deutschland aufhalten und deren anrechenbares Einkommen unterhalb der maßgeblichen Einkommensgrenze liegt. Die Einkommensgrenze ist abhängig von der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen, die eine Wohnung beziehen möchten.

Die Einkommensgrenzen für den Bezug einer öffentlich geförderten Wohnung für geringe Einkommen liegen zurzeit

für einen Einpersonenhaushalt bei 16.351,00 Euro/jährlich
für einen Zweipersonenhaushalt bei 24.807,00 Euro/jährlich
zuzüglich 5.639,00 Euro/jährlich für jede weitere zum Haushalt rechnende Person.

Die Einkommensgrenze erhöht sich für jedes zum Haushalt rechnende Kind, im Sinne des § 32 Abs. 1 bis 5 Einkommenssteuergesetz, um weitere 650,00 Euro/jährlich.

Das Haushaltseinkommen setzt sich aus dem Jahreseinkommen aller zum Haushalt gehörenden Mitglieder zusammen. Die Ermittlung, ob ein Anspruch auf einen WBS besteht, erfolgt nach den gesetzlichen Grundlagen. Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen können Freibeträge abgesetzt werden (z.B. für Alleinerziehende, Schwerbehinderte oder junge Ehepaare).

Antragstellung:

Eine Antragstellung ist nur nach vorheriger Terminabstimmung mit Frau Weber (Tel.  06404-806-254) möglich.

Erforderliche Unterlagen:

Antrag auf WBS  (siehe "Dokumente" weiter unten)                                                                    
Anlage Einkommenserklärung   (siehe "Dokumente" weiter unten)                                    

Der Antrag kann auch vor Ort ausgefüllt werden.

Wird der WBS für eine dritte Person beantragt, ist die Vorlage einer schriftlichen Vollmacht erforderlich.  

Bei der Antragstellung sind folgende Nachweise im Original erforderlich:
(von allen haushaltsangehörigen Personen, die über ein eigenes Einkommen verfügen)  

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Arbeitnehmer: Lohn- oder Gehaltsabrechnungen der letzten 12 Monate, einschl. Nachweis über Sonderzuwendungen
  • Arbeitslose: aktueller ALG I oder ALG II Bescheid
  • Ausländische Antragsteller: Pässe oder Aufenthaltstitel (mind. noch 1 Jahr gültig), Fiktionsbescheinigungen, Duldungen
  • Auszubildende: Ausbildungsvertrag (ab einem Alter von 25 Jahren zusätzlich das Einkommen der letzten 12 Monate)
  • Elterngeld / Elternzeit: Nachweis über die Dauer und die Höhe der Zahlung
  • Empfänger von Sozialhilfe oder Grundsicherung: aktueller Bewilligungsbescheid
  • Erwerbsminderungsrente: aktueller Bewilligungsbescheid
  • Kinder: ggf. Geburtsurkunden, sofern kein Reisepass / Personalausweis vorliegt
  • Krankengeld: Nachweis über die Dauer und die Höhe der Zahlung
  • Pflegebedürftige: Nachweis über evtl. Pflegegrade
  • Rentner/innen: aktueller Rentenbescheid der Alters- und/oder Witwenrente, Werksrente, Zusatzrente etc.
  • Unterhalt: Nachweis über den Erhalt oder die Zahlung von Unterhaltsleistungen
  • Selbstständige / Gewerbetreibende: letzter Einkommenssteuerbescheid oder Einkommenssteuererklärung, bei freiwillig Versicherten: Versichertennachweis und Nachweis über die Beitragshöhe (Kranken-, Lebens-, private Rentenversicherung)
  • Schüler/innen: ab 16 Jahre Schulbescheinigung
  • Schwangere: Mutterpass oder ärztl. Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin
  • Schwerbehinderte: Schwerbehindertenausweis
  • Studenten/Studentinnen: aktuelle Studienbescheinigung, Nachweis über Unterhalt und/oder BAföG sowie Mini-Jobs
  • ·Vermögen: Nachweise über Einkünfte aus Immobilien, Wertanlagen, Zinseinkünfte etc.

Gebühren:

In Hessen ist die Ausstellung eines WBS kostenfrei. Bei belegungsgebundenen Wohnungen sind Provisionen und Maklercourtagen nicht zulässig.

Rechtsgrundlagen:

§ 5 Hessisches Wohnungsbindungsgesetz (HWoBindG): Ausstellung der Bescheinigung über die Wohnberechtigung
§ 17 Hessisches Wohnraumförderungsgesetz (HWoFG): Wohnberechtigungsschein

Zuständige Mitarbeiterin:

Frau Weber, Fachbereich III – Bauservice, Zimmer 308. Tel. 06404-806-254, E-Mail aweber@lich.de

Zuständige Mitarbeiter

Sachgebiet: Bauverwaltung allgemein (Amt Fachbereich III - Bauservice)
Zimmer-Nr.: 308
Telefon: 06404 / 806-254

Dokumente

Zuständiges Amt Zuständiges Sachgebiet
Fachbereich III - Bauservice Bauleitplanung